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NIPT - (PraenaTest); Vorgeburtliche Diagnostik aus mütterlichem Blut

13. Juni 2017

Dernbach. Nachbericht zu dem Vortragsabend vom 06. Juni mit Dr. med. Peter Bernhard, Pränataldiagnostiker, Koblenz

Seit 2012 ist die NIPT (Nicht Invasiver Pränataler Test) ( u.a. als PraenaTest im Vertrieb) als in Deutschland für die vorgeburtliche Untersuchung auf spezielle Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes aus mütterlichem Blut zugelassen. Die Kosten sind seitdem von 1.250,-€ auf 199,-€ in der ersten Stufe (zur Diagnose des Down Syndroms) gesunken – die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen steht voraussichtlich unmittelbar bevor...

In Zeiten moderner pränataler Diagnostik „schwanger zu sein“ entfernt sich von der alten Begrifflichkeit `guter Hoffnung sein`, wie es der erfahrene Pränataldiagnostiker Dr. Peter Bernhard aus Koblenz, den interessierten Zuhörern sehr differenziert darstellte.

Wir können nicht hinter diese neuen Untersuchungsmethoden, die ohne Abortrisiko eine hohe diagnostische Sicherheit bieten im Gegensatz zum eingriffsbedingten Risiko zwischen 0,5% bis 4% bei Fruchtwasserpunktion oder Gewebeentnahme aus der Plazenta. Trotzdem muss die Anwendung sehr differenziert betrachtet werden und sollte in der Hand von Experten bleiben.

Eine alleinige Anwendung des NIPT ohne adäquate Beratung und Zusatzbefunden von erfahrenen Ultraschallern im Sinne des frühen erweiterten Fehlbildungsausschlusses lässt die vielen anderen Möglichkeiten von Fehlbildungen bei dem Ungeborenen außer Acht und wiegt die Eltern womöglich in falscher Sicherheit.

Andererseits ermöglicht der NIPT eine fundierte Beruhigung nach auffälligen Vorbefunden, wie auch Verdichtung der Hinweise auf häufige chromosomale Störungen wie Trisomie 21.

Das kann zu Abbruchindikationen der Schwangerschaft führen, aber auch unerwartete Diagnosen bei der Geburt vermeiden helfen und gezielte bessere Vorbereitung auf die zu erwartenden Beeinträchtigungen beim Kind ermöglichen.

Die Entscheidungen zur Durchführung vorgeburtlicher Untersuchung, wie auch über die sich ergebenden Konsequenzen treffen die Eltern - (das Stichwort heißt: Informierte Einwilligung) – und doch sind dies oft schwere Entscheidungen mit weit reichenden Konsequenzen für die Eltern, für die Familie, sowohl beim Leben mit einem beeinträchtigten Kind, wie auch im Umgang mit einem Abbruch.

Zusätzlich zur ärztlichen Beratung wird psychosoziale Beratung und Begleitung empfohlen, die den Eltern ihren jeweils eigenen Weg zu einer tragfähigen und nicht übereilten Entscheidung (aus dem Schock heraus) ermöglichen. Dieses ist das Tätigkeitsfeld der Katharina Kasper Stiftung seit 2002 mit weit über 6000Beratungen in diesen schwierigen Situationen.

Doch laut Dr. Bernhard sind in über 90% der Befundmitteilungen die Eltern bereits klar in ihren Entscheidungen – zum Abbruch entschlossen -  und zeigen seltener Bereitschaft, weitere Gespräche außerhalb der Praxis zu führen. 

Unter den Zuhörern, die aus unterschiedlichen beruflichen Hintergründen kamen, wurde diskutiert, ob nicht sinnvollerweise vor Eintreten von Schwangerschaften (z.B. im Schulunterricht) über die Komplexität des Wissens und dem Recht auf Nichtwissen über das ungeborene Kind, wie auch der Umgang mit Perfektionsansprüchen in der heutigen Gesellschaft gesprochen werden sollte.  

Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Thematik komplex ist, viel Hintergrundwissen voraussetzt und es eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und Ein sensibler Umgang damit erfordert.  

Es waren spannende Informationen und Austausch und alle waren dem Referenten für seine verständlichen und wichtigen Ausführungen dankbar.



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