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Sexualität/Kinderwunsch und Behinderung

26. Juni 2017

Tagungsnachbericht zum Fachforum vom 12. Juni 2017

Das 15. Fachforum mit dem Titel `Sexualität, Kinderwunsch und Behinderung`, Erfahrungen mit Grundbedürfnissen sexueller Gesundheit für die Beratungsperspektive, versammelte wieder ein berufsbezogen vielfältiges, interessiertes Publikum in Dernbach.

Sexuelle Gesundheit als existentiellen Teil von Gesundheit für jeden Menschen verdient gerade in der Geriatrie und Behindertenarbeit eine weitaus größere Beachtung. So berichtete es als Einstieg in das Tagungsthema die ärztliche Leitung der Stiftung Prof. Dr. med. Rieke, erläuterte den Tagungsablauf und begrüßte die TagungsteilnehmerInnen und  ReferentInnen.

Frau Dr. med. Hannelore Sonnleitner-Doll, Sexualmedizinerin der ProFamilia Beratungsstelle Bornheim, referierte aus ihrem reichen Erfahrungshintergrund von über 20 Jahren die medizinische Perspektive der Sexualität von Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung. Es gebe keine Unterscheidung in den Bedürfnissen, aber große Unterscheidungen in den Umsetzungsmöglichkeiten. Dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, welches laut  UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 Assistenz, Begleitung und Teilhabe umfasst, müssen praktische Angebote folgen.

Seit 1998 macht die ProFamilia Frankfurt bundesweit als Erste ein eigenes gynäkologisches Angebot mit ca. 160 Untersuchungen/Jahr für Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung, welches Vorsorgeuntersuchungen (incl. Brust-Selbstuntersuchungen) Sexual-, Schwangerschafts- und Stillberatung umfasst. Barrierefreiheit, viel Zeit und Aufbau eines Vertrauensverhältnisses sind die großen Pluspunkte dieser Untersuchungsstelle.

Offen wird der Wunsch nach Assistenz angesprochen. Verhütungsmethoden (hpts. Hormonspiralen) werden verordnet, eingesetzt. Anhand von Fallbeispielen illustrierte die Ärztin das weite Spektrum ihrer Tätigkeit und ihre wichtigen Angebote. Seit 2010 wird etwa 2mal/Jahr ein Geburtsvorbereitungskurs (geleitet von einer Rollstuhlfahrerin) mit 6-8 Treffen angeboten und sehr gut angenommen. Aus diesen intensiven Terminen und Gruppen mit unterschiedlich beeinträchtigten Menschen haben sich eigene Èlternselbsthilfegruppen` gebildet.

Das Fazit der vielen Jahre mit Beratungserfahrung war, dass die KlientInnen / PatienntInnen sehr wohl und besonders engagiert an ihren Aufgaben wachsen.

Dazu stellte sie einen Teil ihres guten Übungs-/Anschauungsmaterial  und Literatur vor, welches die TagungsteilnehmerInnen aufmerksam betrachteten. Besonders der Original-Schwangerschaftsbauch wurde gerne umgeschnallt.

Angebote dieser Intensität, so waren sich alle einig, müssten viel weiter verbreitet sein.

Der nächste Vortrag des Sexualpädagogen und Leiter der ProFamilia Beratungsstelle Koblenz, Achim Klein, „ Der beißt nicht, der will nur spielen“ legte den Fokus auf Chancen und Perspektiven sexueller Bildung für Menschen mit Beeinträchtigungen und  Ausweitung der Sexualpädagogischen Kompetenz /Konzeption in Einrichtungen. Er verwies auf den Begriff der Sexualisation (Herrath) – auf eigene Lernprozesse bezogen auf Sexualverhalten und die Fähigkeit, Sexualität als Lebensenergie positiv zu nutzen. Fallbeispiele aus Behinderteneinrichtungen mit vermeintlich inakzeptablem sexualisierten Verhalten von BewohnerInnen als Herausforderung für das Personal und das persönliche Umfeld zeigten, dass der Umgang mit diesen Themen sehr viel strukturierter und langfristiger erfolgen muss. Herr Klein bietet in diesem Zusammenhang sexualpädagogische Fortbildung und Unterstützung bei der Erstellung von Einrichtungsleitlinien- bzw. Konzepten an.

Nach der Mittagspause berichtete Vimala aus ihrer langjährigen und bundesweiten Erfahrung als Sexualbegleiterin/Sexualassistentin für Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen Beeinträchtigungen und liebesschüchternen Menschen. Sie betonte die Individualität ihres empathischen Angebotes und die Begleitung eines Entwicklungsprozesses hin zu größerem Selbstwertgefühl und erfüllter glücklicherer Lebensempfindung.

Sie stellte sich den `lebenspraktischen ` Fragen der TagungsteilnehmerInnen und ermöglichte in ihrer kompetenten, authentischen Art eine intensive Diskussion und viele Umsetzungsimpulse für die beruflichen Handlungsfelder der Anwesenden. Dieses wurde in der Abschlussdiskussion mit allen TagungsreferentInnen noch einmal vertieft und die Wichtigkeit, sich dieser Thematik anzunehmen, betont.



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