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Die Kraft des Wortes - Einfluss von Sprache und Wortwahl auf medizinische und beraterische Interaktionen

28. April 2018

Nachbericht zur 14. Medizinethischen Fachtagung in Vallendar

Hauptsache gesund?  ...  Besser: Hauptsache geliebt!

Zum 14.Mal traf sich ein interessiertes, medizinisches Fachpublikum auf Initiative der Katharina Kasper Stiftung  und der Phil. Theol. Hochschule Vallendar zum diesjährigen Thema: `Die Kraft des Wortes` Einfluss von Sprache und Wort auf beraterische und medizinische Interaktionen.

Alle waren sich einig, dass es ein weiterführender lohnenswerter Tag war, dem Samuel Koch mit seiner Teilnahme und seinem berührenden Erfahrungsbericht eine besondere Wertschätzung entgegenbrachte.

Die digitalen Beiträge der Referenten als Podcast können sie online abrufen unter:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL6L5o128L94yKexXUQUgEbj6EvH3hy_o1 .

Ein Fernsehbeitrag des WW-TV ist in deren Mediathek anzuschauen.

Prof. em. Dr. Alfred Schuchart SAC führt in die Thematik ein und verlas einen Text "Das Wort" zur Wirkung der Worte von Sr. M. Simone Weber ADJC. (Provinzoberin der Dernbacher Schwestern).

Den medizinischen Einstieg gaben die Pränataldiagnostikerin Frau Dr. Makoschey Weiß aus Meckenheim und die  beiden kinderärztlich neonatologischen Chefärzte: Herr Dr. Michael Ehlen vom St. Elisabeth Krankenhaus Kinderklinik Neuwied und Herr Priv.Doz. Dr. Thomas Nüßlein vom Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Kinderklinik Koblenz.

Alle waren sich ihrer Verantwortung und der Kraft der Sprache im PatientInnenkontakt, insbesondere in der diagnoseübermittelnden Situation bewusst. Sie sahen die strukturellen und zeitlichen Begrenzungen im klinischen Alltag auf der einen Seite und den Empathiebedarf, die Sensibilität und Bedürfnisse der Eltern und Kinder im Krankheitskontext auf der anderen Seite. Kommunikation, Vertrauensbasis herstellen und informierte Entscheidungen ermöglichen, das erfordert Ausbildung, Supervision und Konsens über ethische Werte. Die Einsicht nach Ausbildungsbedarf hierzu wächst in der Medizin erst langsam.

Die Kraft und ordnende Wirkung der Sprache stellte Frau Constanze Wachsmann vom Institut LINGVA ETERNA® anhand von Fallbeispielen vor. „ Sprache macht etwas mit uns:“: Jedes Wort wirkt, Sprache gibt Halt/ Orientierung/ Rat und Liebe. Worte können gut tun – bzw. verletzen.

Es gibt Worte, die positive Assoziationen wecken, wie Quelle und Worte, die Druck machen, wie SCHNELL und MÜSSEN. Worte, die wohl tuen, sollten öfter verwendet werden, die anderen nach und nach aus dem Wortschatz gestrichen werden.

„Ich muss noch schnell das Fenster schließen, dann können wir reden“  Die für PatientInnen angenehmere Variante ist: `Ich schließe das Fenster und dann habe ich Zeit für Sie`.

Der anschließende beeindruckende Beitrag von Samuel Koch bekräftigte Erfahrungen mit Sprache und Wortwahl aus seiner Rehabilitationszeit. Klarheit/ Offenheit/ Hoffnung lassen, das wären  Wünsche an Betreuende aus seiner Perspektive.

Frau Dr. Christiane Hermann fasste in ihrem Beitrag die Elternperspektive aus Erfahrungen von
20 Elternpaaren mit Kindern mit Beeinträchtigung zusammen. Alle erinnerten prägende unvergessliche Worte/ Situationen im medizinischen Alltag. Den allermeisten sei zur Geburt ihres Kindes nicht gratuliert worden. Der unreflektiert häufig verwendete Satz: Hauptsache gesund wurde in seinem kränkenden Potential deutlich.
Frau Hermann schlug als Ersatz die Aussage: ‚Hauptsache geliebt‘ vor.

In der anschließenden Podiumsdiskussion und der Moderation von Dipl.-Psychologin Anke Thullen wurde die Einsicht deutlich, dass Fehler gemacht worden seien und weiter gemacht werden.

Die Bereitschaft zur Reflektion und Veränderung war deutlich und begründete für alle Anwesenden eine gute Basis zum bewussteren Umgang mit eigener Sprachkultur  und –Sozialisation.


Nachtrag:

Das Wort - Gedanken von Sr. M. Simone Weber ADJC

Mein Wort kommt nicht leer zu mir zurück,
es bewirkt, was ich will
und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

Jes 55,11

Das Wort
Einmal ausgesandt
Wirkt
Bewirkt

Das Wort
Ist mächtig
Machtvoll
Kreativ

Das Wort
Richtet auf
Schafft Verstehen
Baut Brücken

Das Wort
Wie Federn
Ausgestreut
Nicht einzusammeln

Das Wort
Wie Steine
Geworfen
In den Weg gelegt

Das Wort
Messerschaft
Zerschneidet
Entblößt

Das Wort
Heilt
Verbindet
Erlöst

Das Göttliche
Und
Das Menschliche
Wort

(März 2018 sms)      ... als PDF-Datei



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