06.03.2012
06.03.2012 - "Blutgerinnungsstörungen, eine zum Teil unerkannte Ursache für Komplikationen in der Schwangerschaft"
Kategorie: Vortragsreihe am Dienstag
Bei ca. 25% der Schwangeren mit Schwangerschaftskomplikationen wie Früh- und Fehlgeburten, dem sog. HELLP-Syndrom, der Präeklampsie (bekannt als Schwangerschaftsvergiftung) oder mütterliche Thrombosen ist eine Veranlagung zur Blutgerinnungsstörung nachweisbar. Bedauerlicherweise bleibt diese bis dahin oft unentdeckt.
Es ist bekannt, dass bei Frauen mit Blutgerinnungsstörungen Fehlgeburten statistisch häufiger auftreten als üblich. Dies gilt insbesondere für Frauen, die aus immunologischen Gründen oder bedingt durch genetische Veränderungen eine vermehrte Gerinnbarkeit des Blutes aufweisen, die sog.“Thrombophilie”. Die Ursachen sind bislang nicht ganz geklärt, möglicherweise sind Störungen der Durchblutung an der Einnistungsstelle des Embryos dafür verantwortlich.
Liegt eine solche Thrombophilie vor, kann man in einer Schwangerschaft durch entsprechende Lebensführung, prophylaktische Kompressionsbehandlung und eventuell durch die Gabe von blutverdünnenden Medikamenten das Risiko etwa einer Fehlgeburt oder der Thromboseentwicklung bei der Mutter deutlich reduzieren.
Die Fachärztin zu diesem Thema, Dr. med Irene Bux-Gewehr, wird in einem Vortrag über die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten informieren und steht für Nachfragen zur Verfügung.
Alle am Thema Interessierten sind herzlich willkommen.
Referentin: Dr. med. Irene Bux-Gewehr, Koblenz/Bonn
Fachärztin für Transfusionsmedizin
Ort: 06.03.2012, 20.00 Uhr im Seminarraum des Herz-Jesu-Heimes
Südring 8, (Eingang neben dem Herz-Jesu-Krankenhaus) 56428 Dernbach
Unsere Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Westerwald/Rhein-Lahn statt. Sie sind kostenfrei.