| | |

STAATLICH ANERKANNT, INDIVIDUELL, KOSTENLOS

BERATUNG, BEGLEITUNG, FORTBILDUNG

KINDERWUNSCH, PRÄNATALMEDIZIN, BEHINDERUNG, FRÜHER KINDSVERLUST

SPRECHEN SIE UNS AN

STAATLICH ANERKANNT, INDIVIDUELL, KOSTENLOS

BERATUNG, BEGLEITUNG, FORTBILDUNG

KINDERWUNSCH, PRÄNATALMEDIZIN, BEHINDERUNG, FRÜHER KINDSVERLUST

SPRECHEN SIE UNS AN

STAATLICH ANERKANNT, INDIVIDUELL, KOSTENLOS

BERATUNG, BEGLEITUNG, FORTBILDUNG

KINDERWUNSCH, PRÄNATALMEDIZIN, BEHINDERUNG, FRÜHER KINDSVERLUST

SPRECHEN SIE UNS AN

STAATLICH ANERKANNT, INDIVIDUELL, KOSTENLOS

BERATUNG, BEGLEITUNG, FORTBILDUNG

KINDERWUNSCH, PRÄNATALMEDIZIN, BEHINDERUNG, FRÜHER KINDSVERLUST

SPRECHEN SIE UNS AN

"Wer bin ich?" - Herkunft von Spenderkindern

05. Mai 2022

Vallendar. Nachbericht zur 16. Medizinethischen Fachtagung vom 30. April in der Vinzenz Pallotti University (VPU)

Die Katharina Kasper-Stiftung, in Kooperation mit dem Ethik Institut der VPU, hatte zum 16. Mal interdisziplinär zu einem medizinethischen Thema eingeladen. 

Das Thema Samenspende bietet mit seinen Implikationen für die Rechte der daraus entstandenen Menschen Diskussionsbedarf.

Dr. med. Sebastian Hagelauer legte dazu aus der Perspektive eines Kinderwunschzentrums die medizinischen Grundlagen. Er führte sehr verständlich und kompetent in die reproduktionstechnischen Methoden ein. Dabei zeigte sich die theoretische Machbarkeit von Methoden und deren Grenzen. Die Eizellspende ist in Deutschland verboten. Die Samenspende ist eine gängige Unterstützungsmethode bei verschiedenen medizinischen Vorerkrankungen. Diese Entstehung eines Kindes aus der Elternperspektive und evtl. Ansprüche an die Machbarkeit/Perfektion mag die Perspektive des Kindes in seiner ihm eigenen Identität zunächst übersehen.

Diese Perspektive des Kindes in seinem Lebensrecht, in seinem Recht auf Herkunft und seiner ihm eigenen Würde stellte Dr. med. Petra Kutscheid als Medizinethikerin der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper in eindrucksvoller Weise dar. Sie problematisierte darüber hinaus die Leihmutterschaft und den Handel mit reproduktiven Materialien weltweit. Es gehe dabei nicht um schwarz und weiss, um richtig und falsch, sondern um eine ernsthafte Diskussion unter Einbeziehung der Anwaltschaft des Kindes.

Die Juristin Dr. Helga Müller legte dazu rechtliche Hintergründe dar. Sie hat langjährige Erfahrungen mit Kindern, die aus Samenspenden entstanden sind und Einblick in ihre Herkunftsunterlagen nehmen möchten. Das sei trotz klarer gesetzlicher Regelungen immer wieder schwierig und benötige juristische Anwaltschaft. Zum Wissen über die Vaterschaft erfolgt zunehmend die Suche nach Halbgeschwistern.

Die Selbsthilfeorganisation `Spenderkinder` arbeitet in diesen Fragen eng mit Frau Dr. Müller zusammen. Frau Anne Meier-Credner als Mitglied, Psychologin und Psychotherapeutin informierte über die Arbeitsinhalte des Vereins. Sie machte anhand von Befragungsergebnissen in eindrucksvoller Weise deutlich, welche Bedeutung die Rolle des genetischen Vaters (das Wort Samenspender sollte in seiner `Unverbindlichkeit`, Depersonifizierung und Elternperspektivität hinterfragt werden) in der Persönlichkeitsentwicklung habe. Die Fragen zum genetischen Vater und eventuellen Halbgeschwistern, die Suche nach ihnen und die Erfahrungen, die nach dem Finden gemacht werden, bedeuten wichtige Einschnitte wie auch hilfreiche Puzzleteilchen. Wer ist mein leiblicher Vater? Ist er nett? Wie sieht er aus? Gibt es Wesensanteile, die ich bei mir kenne?

Kontaktverweigerung des genetischen Vaters, dessen Wunsch die aktuelle Familie nicht zu informieren, hat großes Enttäuschungspotenzial.

Das Finden von Verwandten ist in heutiger Zeit über Genom-Datenbanken, wie sie zur Stammbaumerstellung genutzt werden, teilweise unerwartet. Im Spenderkinderverein gibt es zahlreiche (knapp 60) Halbgeschwistergruppen, die in unterschiedlicher Intensität Kontakt pflegen.

Das alles sind neue wichtige Themen, die den psychosozialen Beratungsbedarf bei Massnahmen rund um Kinderwunsch dringlich machen. In der abschliessenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dipl Soz. Arb. Barbara Heun ergab sich genau der Bedarf des Perspektivwechsels von den wünschenden Eltern hin auf die gewünschten Kinder. Deren Beratung und Begleitung ist ein wichtiges Angebot über die medizinischen Angebote hinaus. Es wurde diskutiert, inwieweit die Informierung über psychosoziale Aspekte dieser Form der Familiengründung im Rahmen eines Informed consent verpflichtend sein sollte und von einer an den Bedürfnissen der Wunscheltern orientierten optionalen Kinderwunschberatung abzugrenzen ist. Sie sollte fest an diese Themen angebunden werden und muss sich etablieren und refinanzieren.

Zum Abschluss der Tagung, die erstmals im Hybridformat stattgefunden hat, zeigten sich die digitalen wie präsenten Teilnehmenden sehr bewegt und ermutigt, die Diskussion weiterzuführen.

 



Kontakt

So erreichen Sie uns:

Telefon Dernbach: (02602) 94 94 8-0
Telefon Frankfurt: (069) 133 890 88
Mail: info(at)katharina-kasper-stiftung.de

Möchten Sie mit einer Spende helfen?!
Spendenkonto:  Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN DE78 3702 0500 0001 0343 00  BIC  BFSWDE33XXX
Nutzen Sie einfach unser
Online-Spenden-Formular.

Beratungsstelle Dernbach

Stiftungszentrale in Dernbach
Katharina-Kasper-Straße 12, 56428 Dernbach
Ihre Route planen

Beratungsstelle Frankfurt


Liebfrauenstr. 4 (2.OG), 60313 Frankfurt a. M.
Ihre Route planen

Kontakt | Datenschutz | Impressum